PDF/A-3B und ZUGFeRD: ist meine E-Rechnungs-PDF wirklich konform? (veraPDF)
ZUGFeRD ist eine hybride Rechnung: eine für Menschen lesbare PDF plus die maschinenlesbare XML im Inneren. Der PDF-Teil muss dabei eine besondere Archiv-Variante sein – PDF/A-3. Genau hier entstehen die meisten Missverständnisse.
> Kurzantwort: Damit eine PDF wirklich PDF/A-3(-B) ist, müssen unter anderem alle Schriftarten eingebettet sein, ein OutputIntent/ICC-Farbprofil vorhanden sein und passende PDF/A-Metadaten. Ein Validator wie veraPDF prüft das, repariert aber nichts. Ist die Ausgangs-PDF nicht konform (z. B. nicht eingebettete Schriften), hilft nur eine echte Konvertierung – oder Sie nutzen reine XRechnung.
Was PDF/A-3 verlangt
PDF/A ist dafür gemacht, dass ein Dokument auf jedem Rechner und in vielen Jahren identisch dargestellt wird. Dafür gelten strenge Regeln, die wichtigsten:
- Alle Schriftarten eingebettet – die Datei muss die Schriftdaten selbst enthalten und darf sich nicht darauf verlassen, dass der Leser z. B. Arial installiert hat.
- OutputIntent / ICC-Farbprofil – die Datei muss festlegen, wie Farben reproduziert werden.
- PDF/A-XMP-Metadaten – die Kennzeichnung als PDF/A-3.
Der häufige Stolperstein: nicht eingebettete Schriften
Ältere Warenwirtschafts- und Fakturasysteme erzeugen häufig PDFs, die auf Systemschriften wie Arial oder Arial Bold verweisen, sie aber nicht einbetten. Eine solche Datei ist bereits nicht PDF/A-konform – und das lässt sich nicht dadurch heilen, dass man nur die ZUGFeRD-XML und PDF/A-Metadaten ergänzt.
Validieren ist nicht Konvertieren
Ein wichtiger Punkt: veraPDF validiert nur, es konvertiert nicht. Ein Validator meldet „nicht konform“, macht aus einer nicht-konformen Datei aber keine konforme. Um wirklich PDF/A-3 zu erzeugen, braucht es einen echten Konvertierungsschritt, der Schriften einbettet und ein Farbprofil hinzufügt (z. B. mit Ghostscript oder der ZUGFeRD-Referenzbibliothek Mustangproject).
Was immer stimmt: die XML
Unabhängig vom PDF-Container ist der entscheidende, rechtlich maßgebliche Teil die strukturierte XML. Diese wird bei TaxLayer vollständig gegen den KoSIT-Prüfstandard und die EN 16931 validiert (0 Fehler). Die Rechnungsdaten selbst sind damit korrekt und konform – die PDF/A-Frage betrifft nur die äußere Hülle.
So kommen Sie sicher zum Ziel
- Variante A – PDF/A aus dem System exportieren: Kann Ihr Warenwirtschaftssystem die Rechnung als PDF/A (mit eingebetteten Schriften) ausgeben, ist die daraus erzeugte ZUGFeRD-Datei konform.
- Variante B – reine XRechnung nutzen: Bei der XRechnung (reines XML) entfällt der PDF-Container vollständig; die Frage der PDF/A-Konformität stellt sich nicht.
Fazit
PDF/A-3 ist mehr als ein Etikett: Es verlangt eingebettete Schriften, ein Farbprofil und die richtigen Metadaten. Wer aus einem älteren System kommt, exportiert am besten direkt PDF/A – oder setzt auf XRechnung, wo der PDF-Container keine Rolle spielt.
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Die E-Rechnungs-XML ist bei TaxLayer immer EN-16931- und KoSIT-validiert. Fragen zur PDF/A-Konformität? Schreiben Sie an info@landauer.de.
Häufig gestellte Fragen
Was ist PDF/A-3 und warum braucht ZUGFeRD es?
PDF/A-3 ist eine Archiv-Variante von PDF, die dafür sorgt, dass ein Dokument langfristig unverändert darstellbar bleibt (GoBD). ZUGFeRD ist eine hybride Rechnung: eine PDF/A-3-Datei mit eingebetteter XML.
Was macht eine PDF zu PDF/A-3?
Unter anderem: alle Schriftarten eingebettet, ein OutputIntent/ICC-Farbprofil und passende XMP-Metadaten. Fehlt eines davon – etwa nicht eingebettete Schriften – ist die Datei nicht PDF/A-3-konform.
Was ist veraPDF?
veraPDF ist der offene Referenz-Validator für PDF/A. Er prüft, ob eine Datei die PDF/A-Regeln erfüllt – er repariert aber nichts.
Reicht es, XML und Metadaten in die PDF einzubetten?
Nein. Ist die Ausgangs-PDF nicht PDF/A-konform (z. B. Arial nicht eingebettet), macht das bloße Einbetten von XML und Metadaten die Datei nicht nachträglich konform. Es braucht eine echte PDF/A-Konvertierung (Schriften einbetten, OutputIntent).
Wie komme ich sicher zu einer PDF/A-3-konformen E-Rechnung?
Zwei Wege: entweder die Ausgangsrechnung als PDF/A (mit eingebetteten Schriften) aus Ihrem System exportieren, oder eine reine XRechnung (XML) nutzen – dort entfällt der PDF-Container. Details in XRechnung UBL vs. CII.
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