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Praxis2026-06-3010 Min. Lesezeitvon TaxLayer Team

DATEV und E-Rechnung: ZUGFeRD-Import Schritt für Schritt

DATEV ist die mit Abstand verbreitetste Buchhaltungssoftware in Deutschland. Über 2,5 Millionen Unternehmen und rund 40.000 Steuerberatungskanzleien arbeiten mit DATEV-Produkten. Mit der E-Rechnungspflicht ab 2025 (Empfang) und 2027/2028 (Versand) stellt sich für viele die Frage: Wie bekomme ich ZUGFeRD- und XRechnung-Dateien in DATEV — und wie vermeide ich Probleme?

> Kurzantwort: DATEV Unternehmen Online verarbeitet ZUGFeRD-PDFs automatisch mit nahezu 100 % Erkennungsrate. Verwenden Sie das Profil EN 16931 (COMFORT) und achten Sie auf PDF/A-3-Konformität und vollständige Stammdaten (USt-IdNr., IBAN).

Welche DATEV-Produkte unterstützen E-Rechnungen?

ProduktZUGFeRD-ImportXRechnung-ImportAutomatische Belegerfassung
DATEV Unternehmen OnlineJaJa (ab 2024)Ja (mit Belegbilderkennung)
DATEV MittelstandJaJaJa
DATEV Kanzlei-RechnungswesenJa (ab Version 14.0)JaTeilweise
DATEV Meine SteuernEingeschränktNeinNein
DATEV SmartTransferJaJa— (Transportkanal)

Für die meisten Unternehmen ist DATEV Unternehmen Online der zentrale Anlaufpunkt.

Wie importiere ich eine ZUGFeRD-Rechnung in DATEV Unternehmen Online?

Schritt 1: Beleg hochladen

Öffnen Sie DATEV Unternehmen Online und navigieren Sie zu Belege → Belege hochladen. Ziehen Sie die ZUGFeRD-PDF per Drag-and-Drop in den Upload-Bereich.

Tipp: DATEV erkennt ZUGFeRD-Dateien automatisch anhand der eingebetteten XML-Datei. Sie müssen keinen speziellen Importmodus wählen.

Schritt 2: Automatische Belegerfassung prüfen

Nach dem Upload liest DATEV die strukturierten Daten direkt aus dem eingebetteten XML. Rechnungsnummer, Datum, Beträge und USt-IdNrn. werden automatisch übernommen. Die Erkennungsquote liegt bei ZUGFeRD-Dateien bei nahezu 100 %.

Schritt 3: Belegdaten verifizieren

Öffnen Sie den erkannten Beleg in der Belegansicht. DATEV zeigt links das PDF-Bild und rechts die extrahierten Daten. Prüfen Sie Rechnungsnummer, Lieferant, Beträge, Steuersatz und Zahlungsinformationen.

Schritt 4: Buchungsvorschlag übernehmen

DATEV erstellt auf Basis der erkannten Daten einen Buchungsvorschlag. Bei ZUGFeRD-Belegen ist dieser in der Regel vollständig und korrekt.

Schritt 5: Beleg archivieren

Der Beleg wird automatisch im DATEV-Belegarchiv gespeichert — sowohl das PDF als auch das eingebettete XML. Die Archivierung ist GoBD-konform (10 Jahre Aufbewahrungspflicht).

Warum funktioniert ZUGFeRD in DATEV besser als XRechnung?

KriteriumZUGFeRDXRechnung
BelegbildAutomatisch (PDF ist Teil der Datei)Fehlt — muss separat erzeugt werden
Visuelle KontrolleSofort möglichNur mit Viewer
BelegflussEin Dokument für allesXML + separates Belegbild verwalten
ErkennungsrateSehr hoch (XML + PDF)Hoch (nur XML)
ArchivierungEin DokumentZwei Dokumente (XML + Visualisierung)

Empfehlung: Wenn Ihr Empfänger mit DATEV arbeitet, versenden Sie ZUGFeRD. Mehr zum Formatvergleich: XRechnung vs. ZUGFeRD.

Welche Fehler treten beim DATEV-Import am häufigsten auf?

Fehler 1: Falsches ZUGFeRD-Profil — Bei MINIMUM und BASIC WL fehlen die Positionsdaten. Verwenden Sie mindestens EN 16931 (COMFORT).

Fehler 2: Fehlende USt-IdNr. — Ohne USt-IdNr. (BT-31) kann DATEV den Beleg keinem Kreditorkonto zuordnen. Stellen Sie sicher, dass Ihre E-Rechnungen immer eine gültige USt-IdNr. enthalten.

Fehler 3: Kein echtes PDF/A — DATEV archiviert im PDF/A-Standard. Ein normales PDF mit angehängtem XML kann die Archivierung fehlschlagen lassen. TaxLayer erstellt standardmäßig PDF/A-3-konforme Dateien.

Fehler 4: Doppelte Belege — Wenn Rechnungen per E-Mail und über SmartTransfer eingehen, entstehen Dubletten. Definieren Sie einen einheitlichen Eingangskanal.

Welche Tipps gibt es für den reibungslosen DATEV-Import?

  1. Format: Immer ZUGFeRD 2.1 mit Profil EN 16931 (COMFORT) oder höher
  2. Stammdaten: USt-IdNr. und IBAN immer vollständig angeben
  3. Ein Kanal: Einen Eingangskanal für E-Rechnungen festlegen
  4. Validierung: E-Rechnungen vor dem Versand mit dem Validator prüfen
  5. Steuerberater einbeziehen: Klären Sie mit Ihrer Kanzlei, welches Format und welchen Importweg sie bevorzugt

TaxLayer erzeugt ZUGFeRD-2.1-Dateien im Profil EN 16931 (COMFORT) — genau das Format, das DATEV Unternehmen Online am besten verarbeiten kann. Die Dateien sind PDF/A-3-konform, EN-16931-validiert und enthalten das vollständige Belegbild. Die ersten 2 Konvertierungen pro Monat sind kostenlos — jetzt testen.

Häufig gestellte Fragen

Kann DATEV ZUGFeRD-Rechnungen verarbeiten?

Ja. DATEV Unternehmen Online und DATEV Mittelstand können ZUGFeRD-PDFs automatisch verarbeiten. Die Erkennungsrate liegt bei nahezu 100 %, da DATEV die strukturierten XML-Daten direkt ausliest.

Welches ZUGFeRD-Profil empfiehlt sich für DATEV?

Mindestens EN 16931 (COMFORT). Niedrigere Profile (MINIMUM, BASIC WL) enthalten keine Positionsdaten, was die automatische Verbuchung einschränkt. Details: ZUGFeRD-Profile erklärt.

Funktioniert XRechnung auch in DATEV?

Ja, seit 2024 unterstützt DATEV Unternehmen Online auch XRechnung-XML-Dateien. Der Nachteil: Es gibt kein Belegbild im Dokument — es muss separat erzeugt und zugeordnet werden.

Was passiert, wenn die USt-IdNr. in der ZUGFeRD-Datei fehlt?

DATEV kann den Beleg keinem Kreditorkonto zuordnen, wenn die USt-IdNr. des Lieferanten fehlt oder nicht mit den Stammdaten übereinstimmt. Das erfordert manuellen Eingriff.

Ist das ZUGFeRD-PDF GoBD-konform archivierbar?

Ja, sofern es im PDF/A-3-Standard vorliegt. TaxLayer erstellt standardmäßig PDF/A-3-konforme Dateien, die DATEV direkt archivieren kann. Aufbewahrungspflicht: 10 Jahre.

Was ist DATEV SmartTransfer?

DATEV SmartTransfer ist ein Dienst, der E-Rechnungen direkt zwischen Unternehmen und Steuerberatern überträgt — ohne E-Mail, ohne manuellen Upload. Voraussetzung: Beide Seiten müssen registriert sein.

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